Okt 30 2017

Führungsethik – worauf es ankommt – Pater Dr. Dr. Justinus Pech vor dem RK Nord

Nicht nur die jüngsten Skandale in der Automobilindustrie machen derzeit Schlagzeilen. Fast täglich finden sich Berichte in den Medien über Gier, Korruption, und Machtmissbrauch. Nur einige der jüngsten Affären: Panama-Papers, Verfahren wegen der Vergabe der Fußball-WM und sportlicher Großveranstaltungen wie Olympische Spiele, Subunternehmen in der Textilindustrie, Bestechungsvorwürfe gegen Unternehmen der Flugzeugindustrie.  Die Liste ließe sich fortsetzen. Als Leser muss man den Eindruck gewinnen:  in vielen Bereichen gehören Ethik und Moral nicht unbedingt zur Unternehmenskultur.

Dass Ethik und Moral aber unabdingbar sind und  langfristig für Unternehmen von Vorteil, darüber sprach Pater Dr. Dr. Justinus Pech am 18. Oktober 2017 vor dem Regionalkreis Nord der Clausewitz-Gesellschaft.

Pech ist der Leiter des Institutes für Führungsethik im Kloster Stiepel in Bochum. Er hat nach seinem Studium der Betriebswirtschaftslehre und fünfjähriger beruflicher Tätigkeit bei einem Konsumgüterhersteller und einem Personalmanagementunternehmen eine Promotion bei Prof. Dr. Kirchgeorg am Lehrstuhl für Marketingmanagement zum Thema »Die Bedeutung der Wirtschaftsethik für die marktorientierte Unternehmensführung« verfasst.

Nach dem Eintritt in das Kloster hat er in Theologie in Rom promoviert und ist jetzt Professor für Fundamentaltheologie an der Philosophisch-Theologischen Hochschule Benedikt XVI. in Heiligenkreuz.

In seinem Vortrag sprach Pech von einem steigenden Bedarf an ethischer Sensibilisierung in allen Bereichen der Wirtschaft und des öffentlichen Lebens. Er wies nach, dass ethisch begründetes Führungsverhalten langfristig zum Erfolg eines Unternehmens beitrage und die  Berufszufriedenheit nicht nur der Führungskräfte, sondern aller Mitarbeiter stärke. Jeder, der Verantwortung trage, müsse sich vier Fragen stellen: Ist mein Handeln legal, ist es kurz- und langfristig gerecht, wie fühle ich mich, wenn ich in den Spiegel schaue, und kann ich über meine Entscheidungen offen mit meinen Vorgesetzten und meinen Kindern sprechen?

Die Teilnehmer des Vortrages – darunter Soldatinnen und Soldaten der Bundeswehr-Universität in Hamburg und des aktuellen Generalstabslehrganges der Führungsakademie –  beteiligten sich rege an der anschließenden Diskussion. Der Vorsitzende des Regionalkreises Nord, Ullrich Tiedt, dankte Pater Pech für seinen mit lang anhaltendem Applaus bedachten Vortrag, in dem die Zuhörer  wertvolle Anregungen für ihr eigenes berufliches Führungshandeln finden konnten.

Der Vortrag von Pech steht zum Nachlesen zur Verfügung (anklicken zum Download)

Pater Dr. Dr. Justinus Pech

 

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