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RK WEST: Das Kommando Spezialkräfte

26. Januar 2015, 18:00 - 21:00

„Das Kommando Spezialkräfte (KSK) der Bundeswehr“

Brigadegeneral Dag Baehr

Es ist nicht verwunderlich, dass ein Elite-Kommando, dessen Operationen strenger Geheimhaltung unterliegen müssen, Gegenstand von Mythen und Legenden, aber auch besonders kritischer Betrachtung wird. So ist das mit dem Kommando Spezialkräfte (KSK) in den ca. 18 Jahren seines Bestehens vielfach geschehen. Anlass für seine Aufstellung Mitte der 1990er Jahre war der Umstand, dass Deutschland bei der erforderlichen Evakuierung deutscher Staatsbürger aus Ruanda während des dortigen Völkermords im Jahr 1994 mangels geeigneter eigener Kräfte auf die Hilfe belgischer Spezialeinsatzkräfte angewiesen war. Angesichts der veränderten sicherheitspolitischen Lage wurde dies als nicht mehr als angemessen angesehen.

Durch das sog. Out-of-Area-Urteil des Bundesverfassungsgerichtsurteil vom 12. Juli 1994, mit dem klargestellt wurde, dass Einsätze der Bundeswehr auch außerhalb des NATO-Gebietes zulässig seien, war für Einsätze eigener Spezialkräfte der Bundeswehr auch eine eindeutige rechtliche Voraussetzung gegeben.

Die Planungen für die Aufstellung eines solchen Kommandos begannen 1995, bereits im September 1996 wurde es in Dienst gestellt. Dies war nur möglich, weil man bei der Aufstellung des  Kommandos Spezialkräfte auf bereits bestehende Fallschirmjäger- und Fernspähkräfte zurückgreifen konnte. Dennoch musste die Bundeswehr mit diesem Kommando in vielfacher Hinsicht Neuland betreten. Es in kurzer Zeit für Einsätze zu befähigen, war ein erheblicher Kraftakt. Mir sind die damaligen Entscheidungsprozesse noch gut gegenwärtig, da ich als Stabsabteilungsleiter „Organisation“ im Führungsstab des Heeres an der Aufstellung mitwirken durfte. Tatsächlich waren viele überrascht, dass das KSK bereits nach wenigen Jahren erfolgreich auf dem Balkan und später auch in Afghanistan eingesetzt werden konnte. Inzwischen ist es ein Verband, der hochanerkannt und aus dem Portfolio der Bundeswehr nicht mehr wegzudenken ist. Da seine Operationen aufgrund der gebotenen Geheimhaltung jedoch in aller Regel abseits vom Licht der Öffentlichkeit stattfinden, ist darüber wie auch über sein Innenleben den meisten wenig bekannt. Wir freuen uns daher, dass Brigadegeneral Dag Baehr, der das KSK seit März 2013 führt, sein Kommando in unserem Regionalkreis vorstellen wird. Ich bin sicher, dass uns ein hochinteressanter Vortrag erwartet.

Im Anschluss an diese erste Vortragsveranstaltung im neuen Jahr lade ich Sie auch im Namen von Herrn Generaloberstabsarzt a.D. Dr. Jürgen Blätzinger und Herr Stabshauptmann a.D. Volker Thielert in den Räumlichkeiten des Besucherzentrums zu einem Empfang ein, bei dem neben hoffentlich anregenden Gesprächen auch ein kurzer Rückblick auf die Aktivitäten unseres Regionalkreises im vergangenen Jahr vorgesehen ist.

Details

Datum:
26. Januar 2015
Zeit:
18:00 - 21:00
Veranstaltungskategorien:
,

Veranstalter

Regionalkreis WEST
E-Mail:
rkwest@clausewitz-gesellschaft.de

Veranstaltungsort

Besucherzentrum des Bundesministeriums der Verteidigung, Bonn
Fontainengraben 150, Haus 820 (Besucherzentrum)
Bonn,Nordrhein-Westfalen53123Deutschland
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