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Berliner Colloquium 2016: Die EU als außen- und sicherheitspolitischer Akteur: Realität oder Vision? – Konsequenzen für Deutschland und die Bundeswehr?

16. März 2016 - 18. März 2016

Thema: Die EU als außen- und sicherheitspolitischer Akteur: Realität oder Vision? – Konsequenzen für Deutschland und die Bundeswehr?
Ort: VCH-Hotel Christophorus, Schönwalder Allee 26, D-13587 Berlin
Zeitraum: 16. – 18. Mär z 2016
Programm: Programmentwurf Berliner Colloquium 2016 Stand 08.12.15

Berichte über Flüchtlingsströme nach Europa aus den afrikanischen, nah-mittel-östlichen und asiatischen Krisengebieten sind seit Monaten omnipräsent in den Medien. Die Bilder der „modernen Völkerwanderung“ sowie die höchst kontroversen Diskussionen belegen die sicherheitspolitische Relevanz und zeigen, welch unmittelbare, brisante Wirkung die auslösenden Krisen und Konflikte auch auf Europa entfalten können.
Wie stark die Welt insgesamt „aus den Fugen“ geraten ist, das lässt sich schlaglichtartig durch folgende Beispiele belegen: Die radikale Wende der russischen Außenpolitik zurück zu aggressivem Nationalismus und Anwendung von Gewalt als Mittel der Politik, das weitgehende Scheitern des „Arabischen Frühlings“, die andauernde Krise im Irak und der Bürgerkrieg in Syrien mit der gewaltsamen Ausdehnung des Terrorregimes „Islamischer Staat“, welche das Staatensystem in der Region nachhaltig erschüttert und maßgeblich die Flüchtlingswelle aus dem Nahen-Osten nach Europa befeuert haben. Die bestialischen Verbrechen der anderen radikalislamischen Milizen, die im gesamten Krisengürtel von Afrika bis Asien wüten, füllen ebenfalls täglich die Nachrichten. Der Bürgerkriegs-geschüttelte Jemen steht erneut vor einer humanitären Katastrophe. Mali bleibt ein explosiver Unruheherd und eine spezielle Herausforderung für die internationale Gemeinschaft. Afghanistan erlebt immer wieder Gewaltausbrüche und Bosnien sowie Kosovo bedürfen weiterhin wachsamer Aufmerksamkeit. Im fernen Osten finden ebenfalls Entwicklungen statt, die zumindest mittelbare Auswirkungen auf unsere Sicherheit in Europa haben; zu nennen sind insbesondere das zunehmend selbstbewusst oder gar aggressiv auftretende China und das unberechenbare Nordkorea. Überlagert werden die beispielhaft genannten Krisen und Konflikte zudem durch die alle Lebensbereiche durchdringende Entwicklung von Risiken und Gefahren im „Cyber-Raum“ sowie durch Organisierte Kriminalität, deren Dimensionen mittlerweile Ausmaße erreicht haben, bei denen häufig die Grenzen zwischen „äußerer“ und „innerer“ Sicherheit verwischt werden. Schließlich dürfen auch andere neuartige Risiken oder potentielle Bedrohungen, die durch Energie- und Rohstoffverknappung, illegale Migration oder Klimawandel entstehen, nicht unberücksichtigt bleiben.
Angesichts der vorstehend skizzierten Lageentwicklung stellt sich die Frage, welche künftige Ausrichtung der Gemeinsamen Sicherheits- und Verteidigungspolitik der EU erforderlich ist, um für Europa eine angemessene Rolle als Akteur im globalen sicherheitspolitischen Umfeld zu gewährleisten. Dabei richtet sich der Blick auch auf die notwendigen und die vorhandenen Kräfte und Mittel in Europa, die als Instrumente der Politik für Krisenmanagement und Konfliktverhütung zur Verfügung bereitgestellt werden könnten. Neue Ansätze zur intensiveren, effizienten Nutzung verfügbarer Ressourcen, u.a. durch strukturelle und organisatorische Verbesserungen der Fähigkeiten für die künftige Sicherheitsvorsorge in Europa, werden inzwischen intensiver betrachtet. Eine vertiefte Integration der europäischen Streitkräfte in der EU und der NATO hat begonnen; allerdings erscheint eine gemeinsame Europäische Außen- und Sicherheitspolitik letztlich als notwendige, unverzichtbare Basis.
Beim Berliner Colloquium 2016 wollen wir die relevanten Aspekte und Faktoren einer künftigen Europäischen Sicherheitsstrategie intensiv betrachten und dabei auch die zu erwartenden konkreten Auswirkungen auf die deutsche Sicherheits- und Verteidigungspolitik im Allgemeinen sowie auf die Bundeswehr im Besonderen beleuchten. Die Implikationen des „umfassend vernetzten Sicherheitsansatzes“ sollen dabei im Fokus stehen. Wir werden dabei – wie in den Vorjahren – in einem Wechsel von Vorträgen und Paneldiskussionen mit namhaften Experten die Thematik behandeln und dabei ausreichend Zeit für Diskussionen mit dem Auditorium vorsehen. Wir freuen uns darauf, Sie beim Berliner Colloquium 2016, der gemeinsamen Veranstaltung der Clausewitz-Gesellschaft e.V. und der Bundesakademie für Sicherheitspolitik, begrüßen und anregende Gespräche mit Ihnen führen zu können.

Details

Beginn:
16. März 2016
Ende:
18. März 2016
Veranstaltungskategorien:
,

Veranstaltungsort

VCH-Hotel Christophorus
Schönwalder Allee 26
Berlin-Spandau,Berlin13587 Deutschland

Veranstalter

Clausewitz-Gesellschaft
E-Mail:
geschaeftsstelle@clausewitz-gesellschaft.de

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