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RK WEST: Zukunft der Nationalstaaten in Europa

29. Februar 2016, 18:00 - 20. März 2016, 20:00

Vortragender: Brigadegeneral a.D. Dipl.-Ing. (TU) Hans-Herbert Schulz, Geschäftsführer der Clausewitz-Gesellschaft e.V.
Thema: Zukunft der Nationalstaaten in Europa
Datum: Montag, 29. Februar 2016, 18:00 Uhr
Ort: Besucherzentrum Bundesministerium der Verteidigung, Hardthöhe, Haus 820

Seit dem Beginn der europäischen Integration in den 1950er Jahren schien die Idee des Nationalstaates in Europa an Bedeutung zu verlieren. Viele glaubten, es sei wünschenswert und nur eine Frage der Zeit, wann die daran beteiligten Staaten in einem vereinten Europa aufgehen würden. Dagegen stand das Modell des Europa der Vaterländer („Europe des patries“), wie es z.B. vom französischen Staatspräsidenten Charles de Gaulle in den 1960er Jahren favorisiert wurde. Im Laufe der folgenden Jahrzehnte vertiefte sich jedoch die Integration zunehmend und spätestens mit der Gründung der Europäischen Union 1992 wurde unterstrichen, dass dieser Zusammenschluss von Staaten nahezu auf allen Politikfeldern ein gemeinsames Handeln anstrebte.
Durch das Auseinanderbrechen der Vielvölkerstaaten Sowjetunion und Jugoslawien erhöhte sich Anfang der 1990er Jahre die Zahl der Nationalstaaten in Europa beträchtlich. Damit verbunden wurde jedoch sehr bald die Erwartung, dass zumindest die Mehrzahl dieser Staaten mittel- bis langfristig der EU beitreten würde. Dieser Prozess ist inzwischen weit gediehen und erstaunlich problemarm vollzogen worden.
Trotz fortschreitender Integration innerhalb der EU wurde in der praktischen Politik dennoch nicht selten offenkundig nationalen Interessen der Vorrang gegenüber einem gemeinsamen Ansatz eingeräumt. Bei den meisten Menschen überwog jedoch die Überzeugung, dass trotz mancher Kritik an europäischen Institutionen und der Brüsseler Bürokratie an einer vertieften europäischen Integration kein Weg vorbeigehe, wenn man in einer globalisierten Welt nicht hoffnungslos ins Hintertreffen geraten wollte. Die Entwicklung zu vertiefter Integration wurde von einer – zumindest im Grundsatz – pro-europäischen Stimmung getragen, erschien angesichts des bereits Erreichten auch unumkehrbar und fast ein Selbstläufer zu sein.
Heute lässt sich die Lage so eindeutig sicherlich nicht mehr beschreiben. Schon die Staatsschuldenkrise in einigen Ländern und die zu ihrer Bewältigung ergriffenen Maßnahmen haben den Zusammenhalt in der EU nicht gestärkt, wie man hätte vermuten können, sondern eher beeinträchtigt. Und die gegenwärtige Flüchtlingskrise hat erkennen lassen, dass viele Staaten nicht bereit sind, ihre eigenen – durchaus nachvollziehbaren Interessen – zugunsten eines solidarischen Handelns in der EU zurückzustellen. Die Zeit der Nationalstaaten ist also offenkundig doch noch nicht abgelaufen. Das mag der eine begrüßen, der andere bedauern. Aber in jedem Fall ist es ein Faktum, mit dem man sich auseinandersetzen muss.

Es erscheint daher lohnenswert, sich etwas intensiver mit der Idee, der Geschichte und der Rolle der Nationalstaaten in Europa zu befassen. Herr Brigadegeneral a.D. Hans-Herbert Schulz, der Geschäftsführer unserer Gesellschaft, hat dies getan und ist bereit, dazu am 29. Februar vorzutragen.

Details

Beginn:
29. Februar 2016, 18:00
Ende:
20. März 2016, 20:00
Veranstaltungskategorien:
,

Veranstalter

Regionalkreis WEST
E-Mail:
rkwest@clausewitz-gesellschaft.de

Veranstaltungsort

Besucherzentrum des Bundesministeriums der Verteidigung, Bonn
Fontainengraben 150, Haus 820 (Besucherzentrum)
Bonn,Nordrhein-Westfalen53123Deutschland
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