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13. Clausewitz-Strategiegespräch: Gemeinsame europäische Sicherheit und Verteidigung: Fiktion oder realistisches Ziel?

19. September, 18:30 - 21:00

Thema: Gemeinsame europäische Sicherheit und Verteidigung: Fiktion oder realistisches Ziel?
Datum: Mittwoch, 19. September 2018; 18:30 Uhr
Ort: Vertretung des Landes Sachsen-Anhalt beim Bund, Luisenstraße 18, 10117 Berlin-Mitte

In Gedenken an den in Burg bei Magdeburg geborenen preußischen General Carl von Clausewitz führen die Deutsche Atlantische Gesellschaft e.V., die Clausewitz-Gesellschaft e.V. und die Vertretung des Landes Sachsen-Anhalt beim Bund seit 2010 in Berlin die Clausewitz-Strategiegespräche durch.

In den letzten Monaten scheint Europa in eine vorher für nahezu unmöglich gehaltene Zwangssituation geraten zu sein. Die traditionellen westlichen Werte und die internationale Sicherheitsstrukturen werden nicht mehr nur durch Russland und China sowie durch zahlreiche Krisen und Konflikte im Nahen und Mittleren Osten und Afrika herausgefordert. Nationalistische und populistische Kräfte in einigen Staaten Europas lassen die Kohäsion der Europäischen Union (EU) weiter erodieren und die Administration von Präsident Trump in den USA betreibt eine Politik, die das transatlantische Verhältnis zunehmend schweren Belastungen aussetzt. Die Wirtschaftsmacht EU wird bisher kaum als strategischer Akteur in einer multipolaren Welt wahrgenommen. Es mangelt ihr an außen- und sicherheitspolitischer Effizienz sowie an ausreichenden militärischen Fähigkeiten zur eigenständigen Wahrung ihrer Sicherheit. Obwohl sich die Erkenntnis zu verbreitern scheint, dass Europa seine sicherheitspolitischen Interessen stärker in die eigene Hand nehmen muss, fehlt es vielfach an der Bereitschaft, die dafür notwendigen militärischen Fähigkeiten, insbesondere die erforderlichen finanziellen, personellen und materiellen Ressourcen, auch tatsächlich in angemessenem Umfang bereitzustellen. Ein Mindestmaß an strategischer Autonomie der EU im transatlantischen Kontext erscheint angezeigt. Als wesentliche Grundlagen für die notwendige Handlungsfähigkeit sind eine kohärente und wirksame „Gemeinsame Außen- und Sicherheitspolitik“ (GASP) sowie eine darauf aufbauende „Gemeinsame Sicherheits- und Verteidigungspolitik“ (GSVP) der EU immer wieder gefordert, bislang jedoch nur unzureichend realisiert worden. Jüngst wiederbelebte Initiativen, wie z.B. die „Ständige strukturierte Zusammenarbeit“, eher bekannt unter der englischen Abkürzung PESCO, weisen in die richtige Richtung, stellen jedoch nur erste Schritte zur Verwirklichung einer vertieften Integration und wirksamen „Europäischen Verteidigungsunion“ dar.

Begrüßung: Ministerialrat Henning Baumeister, Stellv. Dienststellenleiter der Vertretung des Landes Sachsen-Anhalt beim Bund

Impulse

Frau Dr. Jana Puglierin, Programmleiterin Alfred von Oppenheim-Zentrum für Europäische Zukunftsfragen, Deutsche Gesellschaft für Auswärtige Politik e.V.
„Sicherheitspolitische Herausforderungen und Perspektiven der strategischen Entwicklung der EU im transatlantischen Kontext“

Generalleutnant Hans-Werner Wiermann, Deutscher Militärischer Vertreter beim NATO-Militärausschuss und beim Militärausschuss der EU
„Sachstand und Perspektiven der verteidigungspolitischen Entwicklung und Streitkräftestrukturen in der EU und NATO“

Leitung Gespräch und Aussprache: Generalleutnant a.D. Kurt Herrmann, Präsident der Clausewitz-Gesellschaft e.V.

Details

Datum:
19. September
Zeit:
18:30 - 21:00
Veranstaltungkategorie:

Veranstalter

Clausewitz-Gesellschaft
E-Mail:
geschaeftsstelle@clausewitz-gesellschaft.de

Veranstaltungsort

Vertretung des Landes Sachsen-Anhalt
Luisenstr. 18
Berlin,Berlin10117Deutschland
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