Eine offene Diskussion unter Freunden – Diskussionsveranstaltung RK Ost mit US-Botschafter Grenell am 1. Februar 2019

Diskussionsveranstaltung der Clausewitz-Gesellschaft, RK Ost, mit US-Botschafter Grenell am 1. Februar 2019 in Burg

„Das war eine offene Diskussion unter Freunden“ stellte der US-amerikanische Botschafter in Deutschland Richard Grenell am Ende einer hochrangigen Diskussionsveranstaltung am 1. Februar im sachsen-anhaltischen Standort Burg fest. Aus Anlass der Truppenverlegungen im Rahmen der „European Reassurance Initiative“ der NATO verlegten Ende Januar/Anfang Februar Einheiten der 1. (US) Infanteriedivision in einer Verlegeoperation auf dem Landweg von Antwerpen nach Polen. Die vierte Rotation der Operation „Atlantic Resolve“ führt etwa 600 amerikanische Soldaten und ungefähr 300 US-Fahrzeuge mit rund 150 Anhängern über deutsche Straßen durch die Bundesländer Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen, Sachsen-Anhalt, Brandenburg und Sachsen. Die amerikanischen Marscheinheiten nutzten dabei den Standort BURG als „Convoi Support Center“ (was mit dem deutschen Begriff Rastraum nur unvollständig übersetzt wird). Botschafter Grenell besuchte dort einen der Convois der US-Streitkräfte und wurde u.a. vom Inspekteur SKB Generalleutnant Martin Schelleis, der als Nationaler Territorialer Befehlshaber die Unterstützungsleistungen koordiniert, willkommen geheißen.

Im Anschluss an das Gespräch mit amerikanischen Soldaten trafen sich in der Burger Clausewitz-Kaserne Botschafter Grenell und Generalleutnant Schelleis mit Mitgliedern der Clausewitz-Gesellschaft sowie regionalen Vertretern aus Politik und Verwaltung – darunter auch die Bundestagsabgeordneten Gnodtke (CDU) und Dr. Faber (FDP), beide Mitglieder im Verteidigungsausschuss.

In einem regen, lebhaften, aber doch von Freundschaft geprägtem Meinungsaustausch diskutierte die Runde aktuelle Fragen der Sicherheitspolitik im Spannungsbogen von „Host Nation Support“ bis zur Notwendigkeit der Steigerung der Verteidigungsausgaben. Richard Grenell beschrieb dabei in offenen Worten die Enttäuschung der USA über das zu niedrige finanzielle Engagement der Bundesrepublik Deutschland. Während ihm hierbei viele Diskussionsteilnehmer zustimmten, gab es etwas weniger Konsens über die vom Botschafter auf Linie der Gipfelerklärung von Wales eingeforderte Höhe des Verteidigungshaushaltes von 2% am Bruttoinlandsprodukt ab 2024. Generalleutnant Schelleis stellte in seinen Diskussionsbeiträgen die Leistungen heraus, die die Bundesrepublik als zweitgrößter NATO-Truppensteller heute schon erbringt und wies auf die aktuellen Anstrengungen zur Erhöhung der personellen und materiellen Anstrengungen der Bundeswehr hin. Gleichzeitig betonte er aber auch das ureigenste deutsche Interesse am fortdauernden NATO-Engagement der USA in Europa. Dass sich der deutsche Beitrag an den Verteidigungslasten der NATO substantiell erhöhen muss, war am Ende der Diskussion in der Runde weithin unumstritten.

Großes Medieninteresse beim Besuch des US-Botschafters in Burg

Großes Medieninteresse beim Besuch des US-Botschafters in Burg

Teilnehmer der Diskussionsrunde u.a. (v.l.n.r.) US-Generalkonsul Eydelnant (GK Leipzig), Generalleutnant Schelleis, Botschafter Grenell

Teilnehmer der Diskussionsrunde u.a. (v.l.n.r.) US-Generalkonsul Eydelnant (GK Leipzig), Generalleutnant Schelleis, Botschafter Grenell

Zum Abschluss überreichte der Vorsitzende RK Ost, Oberst Adrian, Botschafter Grenell ein Buch zum Baushausjubiläum

Zum Abschluss überreichte der Vorsitzende RK Ost, Oberst Adrian, Botschafter Grenell ein Buch zum Baushausjubiläum

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