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Zu diesem anspruchsvollen weit in die Zukunft reichenden Thema hatten sich trotz sehr sommerlicher Temperaturen und zweier zeitgleich konkurrierender Veranstaltungen in Bonn mehr als 50 Mitglieder und Gäste auf der Hardthöhe eingefunden. Brigadegeneral Schreiner entwarf in seinen sehr engagiert vorgetragenen Ausführungen ein faszinierendes Bild der Entwicklungsmöglichkeiten unserer Welt in diesem Jahrhundert. Nachdem er an frappierenden Beispielen aufgezeigt hatte, wie extrem selbst anerkannte Experten in den letzten Jahrzehnten mit ihren Prognosen die spätere Realität – aus heutiger Sicht nahezu grotesk – verfehlt hatten, stellte er die breite Palette der Faktoren dar, die – in welcher Weise auch immer – die zukünftige Entwicklungen und sicherheitspolitischen Rahmenbedingungen beeinflussen werden. Die fortschreitende Globalisierung, die Unterschiede in der demographischen Entwicklung, zu erwartende Migrationsströme, der Klimawandel mit zunehmender Desertifikation in einigen Weltregionen, die...[mehr]
Die traditionelle Vortragsveranstaltung des BMVg für den Regionalkreis WEST und die Deutsche Atlantische Gesellschaft fand zum zweiten Mal unter Federführung des Leiters des Büros des Generalinspekteurs, Brigadegeneral Dipl.-Kfm. Eberhard Zorn, statt. Mit einer Tour d’Horizont durch die wichtigsten aktuellen Handlungsfelder des BMVg und Referenten aus den Abteilungen „Politik“, „Strategie und Einsatz“ und „Führung Streitkräfte“ wurde das Interessenspektrum der Teilnehmer voll abgedeckt. Flottillenadmiral Dipl.-Kfm. Thorsten Kähler, UAL Politik I, referierte über aktuelle Schwerpunkte der deutschen Sicherheits- und Militärpolitik. Ausgehend von den globalen Herausforderungen stellte er die Besonderheiten deutscher Sicherheitspolitik und die Rolle Deutschlands im Geflecht der kollektiven Sicherheitssysteme mit Schwerpunkt auf NATO und Europäischer Union dar. Abschließend ging er auf die aktuellen globalen Krisenfelder ein und beleuchtete die deutschen Positionen insbesondere im Hinblick auf Afghanistan (Post...[mehr]
[mehr] ... über Informationsveranstaltung des BMVg für den Regionalkreis WEST am 02.05.2013
Mit dem Vortrag des Inspekteurs des Sanitätsdienstes und Befehlshabers des Kommandos Sanitätsdienst der Bundeswehr, Generaloberstabsarzt Dr. Ingo Patschke, zur Neuausrichtung des im Jahr 2000 aufgestellten militärischen Organisationsbereichs Zentraler Sanitätsdienst der Bundeswehr (ZSanDstBw), wurde die Vortragsreihe des RK West zur Neuausrichtung der Bundeswehr abgeschlossen. Auch dieser Vortrag stieß auf erfreuliche Resonanz seitens der Mitglieder. In einem einleitenden Vorwort wies GenOStArzt a.D. Dr. Blätzinger auf die Ausgangslage hin, die Mitte der 90-er Jahre beginnend aufgrund gesetzlicher ziviler Vorgaben und später durch die Notwendigkeiten der Ausrichtung am Einsatz dazu führten, den Großteil der Sanitätsdienste der TSK in einem eigenständigen Organisationsbereich zusammenzuführen.Ausgehend von diesem Abholpunkt und der bis 2012 gültigen Struktur des ZSanDstBw erläuterte Generalarzt Dr. Patschke in einem sehr lebhaften und offenen Vortrag die Aufgabenvielfalt des ZSanDstBw und die, Außenstehenden...[mehr]
Die Vortragsreihe des RK West zur Neuausrichtung der Bundeswehr setzte Generalleutnant Manfred Engelhardt, Stellvertreter des Inspekteurs der Streitkräftebasis mit einem umfassenden Vortrag zur Neuausrichtung der vor 12 Jahren erstmals aufgestellten Streitkräftebasis (SKB), dem nach der Teilstreitkraft Heer zweitgrößten militärischen Organisationsbereich, fort. Dass diese Thematik auf sehr großes Interesse stieß, belegte die hohe Zahl der Teilnehmermeldungen, wenngleich einige Mitglieder witterungsbedingt leider nicht anreisen konnten. General Engelhardt erläuterte zunächst die Bewegründe, die dazu führten, dass nach dem Ende des Kalten Krieges und den bis dahin primär auf die Landesverteidigung an der innerdeutschen Grenze fokussierten und organisatorisch entsprechend aufgestellten Streitkräfte, die neue Einsatzrealität - meist weit außerhalb der Landes- oder Bündnisgrenzen - eine Zusammenführung teilstreitkraftübergreifender Aufgaben in der SKB notwendig machte. Finanzielle und personelle...[mehr]
Am 27. Februar 2013 hat der Bundesminister der Verteidigung, Dr. Thomas de Maizière, den Präsidenten der Clausewitz Gesellschaft e. V, Dr. Klaus Olshausen, zu einem Gespräch empfangen. Der Minister anerkannte und begrüßte den wertvollen Beitrag der Clausewitz Gesellschaft für den sicherheitspolitischen Diskurs und forderte die Gesellschaft auf, einen möglichst breiten gesellschaftlichen Kreis in die Diskussion über die sicherheitspolitischen Herausforderungen einzubeziehen. Er begrüßte ausdrücklich das verstärkte Gewinnen junger Offiziere für die Clausewitz Gesellschaft. In diesem Zusammenhang unterstützte er auch die Vorstellung, dass ein aktiver Offizier als Vizepräsident im Vorstand mitwirken sollte. Mit Blick auf den heute sehr viel weiter gefassten Begriff der Sicherheits- und Verteidigungspolitik wurden auch verstärkte Kontakte mit anderen sicherheitspolitisch relevanten Institutionen und Behörden erörtert, um die Basis und den Wirkungsbereich der Clausewitz Gesellschaft gezielt zu erweitern.[mehr]
Die Neuausrichtung der Bundeswehr - Reform vor der Reform?[mehr]
In einer gemeinsamen Veranstaltung des Regionalkreises West mit der Deutschen Atlantischen Gesellschaft im Bonner Wissenschaftszentrum trug Frau Abgeordnete Hoff als langjähriges Mitglied des Verteidigungsausschusses und als Sicherheitspolitische Sprecherin der FDP-Bundestagsfraktion zur Rolle des Parlaments bei Einsätzen des Bundeswehr vor. Sie beleuchtete sowohl die rechtlichen Aspekte als auch die praktische Handhabung im Parlament. Die geltende Rechtslage geht auf das Urteil des Bundesverfassungsgerichts von 1994 zurück, nach dem solche Einsätze der „konstitutiven, grundsätzlich vorherigen Zustimmung des Bundestages“ bedürfen. Bekannterweise muss der Bundestag daher solche Einsätze mandatieren. Üblicherweise setzt er dabei – zeitlich befristet – klare Rahmenbedingungen nach Einsatzform und Umfang. Die zeitliche Befristung der Mandate erlaubt der Lage angemessene Anpassungen und Nachsteuerungen.Frau MdB Hoff betonte, dass die starke Position des Deutschen Bundestages sich sehr positiv auf die ...[mehr]